Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann sich keine Verzögerungen erlauben.

Pressemitteilung zur Digitalisierung im Gesundheitswesen:

SPD Bundestagskandidat Schätzl: „Impfturbo muss endlich im Landkreis Passau ankommen“.

Anfang März hat die Bundesregierung beschlossen, die Impfungen auf die Arztpraxen auszuweiten. Dabei sind nicht nur die verfügbaren Impfdosen ein Problem, sondern auch der Aufwand. Steigen die Impfmengen, steigt auch die zu befürchtende Bürokratie.

Der SPD Bundestagskandidat Johannes Schätzl traf sich in der vergangenen Woche mit einem lokalen Hausarzt um die aktuelle Impfkampagne genauer zu betrachten.

Schätzl resümiert: „Im Gespräch mit einem bereits impfenden Hausarzt aus unserem Landkreis wurde mir der enorme Aufwand, den wir aktuell erzeugen deutlich. Mit diesem Aufwand werden wir uns bei einem Thema, bei dem es mehr denn je auf den Faktor Zeit ankommt, selbst bremsen.“

„Sinnvoller Umgang mit Arbeitsressourcen notwendig“

„Ja, eine Massenimpfung in pandemischer Lage muss anders dokumentiert werden, als andere vorhandene Schutzimpfungen. Dennoch müssen wir die aufgebaute Bürokratie – vor allem für unsere Hausarztpraxen – auf ein absolut notwendiges Minimum reduzieren“, so der SPD Bundestagskandidat. Schätzl weiter: „Doppelte Dokumentationen, stapelweise Papier und die damit verbundene Bindung von so wertvollen Arbeitszeitressourcen können wir uns nicht leisten. Wir brauchen eine funktionierende, rechtlich abgesicherte und schnelle Datenschnittstelle. Eine Schnittstelle, die nun schnellstmöglich umgesetzt werden muss. Die exponierte Funktion und Doppelrolle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist mir dabei durchaus bewusst, darf aber in der aktuellen Situation nicht die Hauptrolle spielen.“ Die KBV entscheidet zum einen über die Zulassung und Änderungen an verschiedener Praxissoftware, zum anderen bietet sie oft auch eigenständige Lösungen an.

Großen Respekt hat Schätzl vor dem Einsatz der Hausärzte: „Rund 80 Hausarztpraxen haben sich zum Zeitpunkt unserer Gespräches bereits bereit erklärt, im Landkreis zu impfen. Diese Tatsache wird richtig eingesetzt zum Erfolgsfaktor“, so der Kandidat.

Eine weitere Erkenntnis ging aus dem persönlichen Gespräch Schätzls hervor. Es gibt keine eigenständige Kommunikationsschnittstelle zwischen unseren Praxen und dem Gesundheitsamt. Eine Anfrage der Praxis erfolgt aus diesem Grund über die für alle zugänglichen Kanäle. „Ich bitte hier das Gesundheitsamt, eine einfache und schnelle Kommunikationsmöglichkeit zu schaffen, falls noch nicht geschehen“, fordert Schätzl und ergänzt: „Die Umsetzung bedarf zudem keinen großen Aufwand.“

Der studierte Informatiker ergänzt: „Für die Zukunft können wir nur daraus lernen, dass die seit 2003 laufende Digitalisierung im Gesundheitswesen endlich zielgerichtet und schnell vorangetrieben wird – unabhängig von Interessenskonflikten und bestehenden Machtverhältnissen. Die vergangenen Monate haben eindrucksvoll dargelegt, welche Möglichkeiten wir hier nicht genutzt haben. Digital vorhandenes, aufbereitetes und anonymisiertes Wissen würde uns nun dabei helfen, Maßnahmen zur Eindämmung ganz gezielt umzusetzen.“

2 Antworten auf „Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann sich keine Verzögerungen erlauben.“

  1. Ich war vor Kurzem bei meinem Arzt für Allgemeinmedizin. Ich habe im Gespräch auch rausgehört, dass der Bund die Digitalisierung vorantreiben muss. Auch der hier beschrieben Aufwand mit dem Impfen scheint mir enorm für manche Praxen.

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