Erhalt der Kreiskrankenhäuser ist Gemeinschaftsaufgabe

PM Kreiskliniken

Der SPD Bundestagskandidat Johannes Schätzl informierte sich in Vilshofen mit dem ersten Bürgermeister Florian Gams und Stadtrat Simon Berger bei den Geschäftsführern der Landkreiskliniken, Josef Mader und Klaus Seitzinger, über die Zukunft der jeweiligen Standorte.

„Die Krankenhäuser Vilshofen, Rotthalmünster und Wegscheid sind wesentlich für eine flächendeckende Nahversorgung. Aus diesem Grund stehe ich hinter unseren Standorten“, betonte Johannes Schätzl. Im fast zweistündigen Gespräch tauschten sich die SPD-Politiker mit den Geschäftsführern über künftige Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze aus. Die Zukunftsaussichten aller Standorte wurden dabei erörtert. „Alle drei Häuser befinden sich als Plankrankenhäuser in der ersten Versorgungsstufe und sind mit den insgesamt 468 Betten für die Grundversorgung des Landkreises notwendig“, hielt Schätzl fest. Für die Klinik in Vilshofen konnten die Geschäftsführer positive Nachrichten berichten: „Wir werden den Standort Vilshofen mit 20 zusätzlichen Planbetten erweitern können“. Bürgermeister Florian Gams zeigte sich erfreut: „Das ist ein gutes und richtungsweisendes Zeichen für Vilshofen“. Angespannter sei jedoch die Lage im Kreiskrankenhaus Wegscheid. „Gerade für den Standort Wegscheid ist es sehr schwierig, neues Personal zu gewinnen“, stellte Josef Mader fest. „Die Lösung der Personalproblematik in der Pflege wird eine der entscheidenden bundespolitischen Aufgaben für die Zukunft. Die PPR 2.0 (Anm. d. Red.: Pflegepersonal-Regelung) liegt verhandelt in der Schublade, das wäre der erste Schritt in die richtige Richtung“, so Schätzl. Beide Geschäftsführer unterstützten diese Forderung und wiesen darauf hin, dass sie aktuell viel (Pflege-)Personal einstellen. Das Problem liegt aber in der Verfügbarkeit des entsprechenden Personals auf dem Arbeitsmarkt.

Schätzl betonte anschließend, dass sich allerdings gerade kleinere Häuser über das Personal definieren könnten: „Hier ist der persönliche Bezug zum behandelnden Arzt oder der Ärztin noch sehr ausgeprägt. Diesen Vorteil muss man nutzen“. Zustimmend ergänzten die Geschäftsführer: „Natürlich stehen auch wir entschlossen hinter unserem Standort Wegscheid. Wir wollen ein langfristiges Konzept mit gutem Personal zur Sicherstellung der Grundversorgung im nördlichen Teil des Landkreises“. Vor allem mehr Auszubildende forderte Simon Berger: „Wir brauchen eine deutlich höhere Ausbildungsquote im Bereich der Pflege“.

Die Geschäftsführung berichtete von immer größeren politischen Hürden. „Als anerkanntes sog. Sicherstellungshaus, wie es Wegscheid ist, sollten auch gewisse Erleichterungen und Vorzüge zugestanden werden. Vor allem die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesauschusses stellen uns immer wieder vor große Herausforderungen“, klagte Mader. Das Beschlussgremium entscheidet zum Beispiel, welche qualitativen, personellen und fachlichen Anforderungen Krankenhäuser erfüllen müssen, um bestimmte Leistungen anbieten und abrechnen zu können. Dem Bundestagskandidaten gab Klaus Seitzinger zum Abschluss des Gespräches noch eine Bitte mit auf den Weg: „Wir brauchen eine enge Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Kommunen, der Bundes- und der Landespolitik“. Im Falle einer erfolgreichen Wahl in den Deutschen Bundestag sicherte Schätzl seine Unterstützung zu: „Der Erhalt unserer Krankenhäuser ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Gerade in unserem ländlichen Raum können wir uns keine weiteren Standortschließungen erlauben.“